Die Firma Genzyme informierte heute den Vorstand der GGD e.V. über einen Zwischenfall in der amerikanischen Produktionsstätte, in der das für die Enzymersatztherapie benötigte Cerezyme® produziert wird. Aufgrund einer durch ein Virus verursachte Verunreinigung wurde die Produktion sofort nach Feststellung der Kontamination still gelegt. Aus Gründen der Sicherheit wurden auch sämtliche Vorräte an Cerezyme® zurückgehalten. Genzyme arbeitet sehr eng mit den Aufsichtsbehörden FDA (US) und EMEA (Europ. Zulassungsbehörde) zusammen und hat in einer Veröffentlichung mitgeteilt, dass man davon ausgehe, dass die Verunreinigung frühzeitig entdeckt wurde und bereits ausgelieferte bzw. im Umlauf befindliche Chargen wie auch die Vorräte nicht von der Verunreinigung betroffen sind.

Dennoch kann es in den nächsten Wochen zu Engpässen in der Versorgung kommen. Was das für die Patienten genau heißt, kann zu diesem Zeitpunkt nicht genauer bestimmt werden. Genzyme (Deutschland) arbeitet in dieser Angelegenheit sehr eng mit den Behandlungszentren und mit uns, als bundesweite Patientenorganisation, zusammen und wird uns laufend auf den aktuellen Stand halten. Darüber hinaus sind wir über die EGA (Europäische Gaucher Allianz) im ständigen Austausch mit dem Management des Unternehmens.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, sollte es zu Engpässen bei der Auslieferung des Medikamentes kommen, damit zu rechnen ist, dass diese nur sehr kurzfristiger Natur sein werden. Die Firma Genzyme rechnet mit einer Wiederaufnahme der Produktion voraussichtlich Ende Juli.

 

Sobald wir nähere Informationen über die möglichen Auswirkungen des Produktionsstops kennen, werden wir alle bei uns registrierten Patienten informieren.

 

Weitere Informationen können sie der Pressemitteilung der Firma Genzyme entnehmen.

 

Für Fragen steht Ihnen der Vorstand gerne zur Verfügung.

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