Cerezyme bestätigt die Pressemitteilung vom 1. Dezember 2009, in der das Unternehmen informiert, dass das in Allston neue produzierte Cerezyme bis Anfang 2010 ausgeliefert wird.

Die ersten Flaschen mit Imuglucerase werden somit um den 6. bzw. 7. Januar 2010 in den deutschen Apotheken zur Verfügung stehen, damit diese umgehend an die Patienten ausgehändigt werden können. Somit gewährleistet Genzyme bereits Anfang nächsten Jahres die Deckung des 100prozentigen Bedarfs (Stand Juni 2009 – also vor dem Zwischenfall in der Produktionsstätte Allston) an Cerezyme. Da einige wenige Patienten in Deutschland alternative Therapien in Anspruch genommen haben und damit zu rechnen ist, dass diese auch weiterhin bei den neuen Therapien bleiben werden, ist mit einem Lieferengpass für die seit Juni 2009 neu diagnostizierten Patienten nicht zu rechnen.

Wir, die GGD, begrüssen es, dass nun doch so zügig der gesamte Bedarf an Cerezyme gedeckt werden kann. Dennoch sollte allen Patienten bewusst sein, dass der aktuelle weltweite Bedarf aus der zur Zeit laufenden Produktion gedeckt wird und es keine Vorräte an Cerezyme gibt. Das bedeutet, dass auf absehbare Zeit die Auslieferung des Cerezyme an die Patienten von einer Infusion zur nächsten erfolgen wird. Die Auslieferung von grösseren Beständen für einen längeren Infusionszeitraum (z.B. wie in der Vergangenheit für 3 Monate) ist – insbesondere zur Vermeidung weiterer Lieferengpässe – nicht möglich. Genzyme rechnet damit, dass Rezeptierungen in grösseren Mengen erst in den nächsten 12-18 Monaten möglich sein wird.

Berücksichtigen Sie bitte auch, dass die kleinste Bestellmenge 5 Fläschchen beträgt, so dass es sein kann, dass sich über die nächsten Monate kleinere Vorräte bei Ihnen bzw. Ihrem Arzt anhäufen. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, ob sich dadurch ein weiterer schleichender Lieferengpass aufbauen könnte. Um anderen Patienten die notwendigen Dosen nicht vorzuenthalten, bitten wir Sie, nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, die Bestellmengen von Infusionstermin zu Infusionstermin an die von Ihnen benötigte Menge anzupassen (Bsp.: ein Patient benötigt 7 Flaschen pro Infusionstermin: Erste Bestellung 10 Flaschen (2 Packungen N1) / zweite Bestellung 5 Flaschen (1 Packung) usw… usw…

Ob Sie die gleiche Dosis wie vor dem Zwischenfall im Juni 2009 erhalten oder eine abweichende (sei es eine reduzierte oder eine erhöhte Dosis) sollten Sie in jedem Falle mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. im optimalen Fall mit Ihrem Behandlungszentrum besprechen.

Ich hoffe, dass für Sie alle, liebe Patienten, somit eine unsichere und für den ein oder anderen eine mehr oder weniger schwierige Zeit zu Ende geht. Hoffen wir, dass eine solche Situation sich nicht wiederholen wird.

Selbstverständlich werden wir Sie auch weiterhin an dieser Stelle über Neuigkeiten oder Änderungen im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung des Morbus Gaucher informieren.

Auch im Namen des Vorstandes wünschen wir Ihnen, Ihren Angehörigen und Familien eine gesegnete und geruhsame Weihnachtszeit und einen guten Rutsch (bitte nur bildlich nehmen) in ein hoffentlich gesünderes und sorgenfreieres Jahr 2010.

Für den Vorstand

Pascal Niemeyer

Anhang: Pressemitteilung der Fa. Genzyme vom 1. Dezember 2009

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar